Als Tiere Gefühle bekamen

Bewusstsein, Emotionen, Intelligenz: Eigenschaften, die lange dem Menschen vorbehalten waren. Alfred Brehm änderte das.

Unsere Vorstellung von der Tierwelt befindet sich momentan im Wandel: Tiere können denken und fühlen, sie sind uns viel ähnlicher als wir angenommen haben. Lange galten diese Standpunkte als unwissenschaftlich und romantisch. Auch Brehm wurde zu seiner Zeit dafür kritisiert, dass er viele Tiere in seinen Beschreibungen zu stark vermenschlichte. Doch heute wissen wir, dass er in diesem Punkt Recht hatte. Er gestand den Tieren Gefühle zu, sogar Gedanken und Intelligenz – ganz ähnlich denen des Menschen. Für die damalige Welt war das ein absoluter Frevel. Solche Attribute waren bis dato nur der Krone der Schöpfung vorbehalten.

„Brehms Tierleben – Die Gefühle der Tiere“ lässt die wortgewaltigen Originaltexte neu aufleben. Es zeigt die detaillierten, farbigen Illustrationen, von denen schon Charles Darwin sagte, dass es die beeindruckendsten Tierzeichnungen seien, die er kenne. Der Verhaltensbiologe und Bestsellerautor Karsten Brensing erklärt, welchen Stellenwert Brehm damals hatte und warum er auch heute noch lesenswert ist.

Brehms Tierleben. € 20,60; Duden

 

 

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