In ihrem Haar diamantene Sterne

Auf dem Pferd sitzend, ließ sie sich in ihre Kostüme einnähen: Kaiserin Sisis Leidenschaft für Stil.

Kaiserin Elisabeth war eine schöne, eigenwillige Frau, die bei Mode und Schmuck genau wusste, was sie wollte und was sie ablehnte. Bei den Haarsternen bewies sie Stilsicherheit und wurde zum Vorbild für viele modebewusste Damen. Die diamantene Krone, die sie bei der ungarischen Königskrönung trug, ist verschwunden – bis heute, ebenso der berühmte Rubinschmuck. Einer ihrer Diamantsterne wurde erst 1998 aus Schloss Schönbrunn gestohlen und tauchte zehn Jahre später bei einem kanadischen Bankräuber auf. Der Stern ist inzwischen wieder in Österreich, er ist heute ein Ausstellungsstück im Rahmen des Sisi-Museums in der Hofburg in Wien. Sie kaufte ihre Festroben beim berühmtesten Modeschöpfer ihrer Zeit, Charles Frederick Worth. Auf dem Pferd sitzend ließ sie sich in ihre Kostüme einnähen. Nach dem Selbstmord ihres Sohnes Rudolf trug sie nur mehr Schwarz: schwarze Fächer, schwarze Kleider, schwarzen Schmuck. Die Geschichten zu Sisis Diamantsternen und ihren Kleidern sind märchenhaft, aber sie sind kein Märchen.

Johanna Ruzicka SISI und die Diamantsterne € 19,90; Der Verlag

 

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