Tot zu sein bedarf es wenig

Es ist mitnichten schön, mitten im Advent blutbesudelt neben einem Toten zu erwachen. Elke Pistor erzählt von dieser Begebenheit mit Herz und Humor.

Beschauliche Adventszeit? Von wegen! Eigentlich eine schöne Vorstellung: Man wacht morgens auf, Schneeberge türmen sich vor dem Fenster auf – eingeschneit. Zum Glück gibt es einen Kamin im Haus, um die Gemütlichkeit auf die Spitze zu treiben. Blöd nur, wenn man dann entdeckt, dass man von oben bis unten mit Blut, nicht seinem eigenen, besudelt ist. Zu allem Überfluss liegt nebenan ein Toter, und man kann sich überhaupt nicht an die vorangegangenen Ereignisse erinnern. So ergeht es Korbinian Löffelholz in Elke Pistors Weihnachtskrimi. Plötzlich ist Löffelholz nun also Hauptverdächtiger in einem Mordfall. Um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, ermittelt er auf eigene Faust. Die Tatsache, dass er der vorweihnachtlichen Stimmung zuerst wie der Grinch höchstpersönlich begegnet – wer könnte es ihm unter diesen Umständen auch verübeln? – macht die Komik des Krimis aus. Nach und nach entdeckt der Protagonist jedoch sein Herz für das Dorf, in dem er gestrandet ist, und auch für seine Bewohner.

Elke Pistor erzählt humorvoll eine herzerweichende Geschichte, die auch noch äußerst spannend ist. Ein Krimi mit viel Humor und noch mehr Herz!

Elke Pistor Lasst uns tot und munter sein € 11,30; Emons

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